Grenzen setzen ist selten das Problem. Die meisten feinfühligen Frauen können ein Nein spüren. Das Problem ist der Teil danach. Der Teil, wo du beginnst zu erklären, dich oder deine Entscheidung zu rechtfertigen. Und während du erklärst, wird deine Grenze weich und verschwimmt (das ist übrigens deutlich merkbar für dein Gegenüber).
Beispiel: Du sagst nicht sofort zu einem Treffen zu, sondern willst erst schauen, wie s für dich passt, magst die Familientermine und deinen Menstruationskalender davor in Ruhe checken oder dich einfach einfühlen, wie sich eine Zu- oder Absage für dich anspüren würde. Und dann merkst du, wie du dich rechtfertigst, obwohl du noch gar nichts entschieden hast. Du hörst dich reden, du baust Brücken, du machst es verständlich, du machst es rund, du machst es passend. Und irgendwann klingt es so, als würdest du um Erlaubnis bitten, deine Zeit zu besitzen.
Du musst dich nicht rechtfertigen. Du musst dich vertreten.
Warum Erklären dich in Diskussion zieht
Erklärung klingt nett. Und oft ist sie auch nett gemeint. Du willst damit das Verständnis des anderen gewinnen. Der Haken ist nur: Sobald du erklärst, gibst du dem Gegenüber eine Tür, in die es hineinargumentieren kann. Und wenn du feinfühlig bist, spürst du jede Regung dabei. Genau das macht es so anstrengend.
„Ich mache das nicht.“
„Das passt für mich nicht.“
„Ich entscheide das später.“
„Ich bin dafür nicht verfügbar.“
„Danke, ich bin versorgt.“
„Heute nicht.“
„Ich bleibe bei meiner Entscheidung.“
„Ich habe dazu nichts zu erklären.“
„Ich nehme mir Zeit, bevor ich antworte.“
Der Teil, den niemand gern sagt, aber der alles dreht
Du wirst manchmal spüren, dass jemand enttäuscht ist. Oder kurz kalt. Oder „eh ok“ sagt (mit einem Schulterzucken), aber du hörst zwischen den Zeilen den Druck. Und genau dort entscheidet sich, ob du dich wieder einknickst oder bei dir bleibst. Nicht durch Härte. Durch Stand.
Mini Übung: Wiederholung ohne Diskussion
Wähle einen Satz aus der Box oben. Einen, der nach dir klingt, der stimmig für dich ist. Sag ihn einmal. Und wenn ein „Warum?“ kommt, sagst du ihn ein zweites Mal, fast gleich. Nicht als Trotz. Als Führung.
Du musst niemanden überzeugen. Du musst dich halten, deinen inneren Standpunkt vertreten und deinem inneren Leitstern folgen.
Wenn du den großen Rahmen dazu willst, lies auch: People Pleasing stoppen: dein Ausstiegsplan.
Nächster Schritt
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Die Trilogie
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