„Eigentlich will ich mit ihm Laufrad fahren gehen. Und stattdessen lieg ich daheim, vegetiere und denke, hoffentlich ist gleich Feierabend. Ich pack´s heute einfach nicht, ich bin schlapp.“
Und dann kommt nicht Mitgefühl mit dir selber oder die Idee, dass du mal einen Gang runterschalten solltest, sondern: „Ich bin eine schlechte Mama.“
Das Problem ist selten die Couch oder deine benötigte Pause. Das Problem ist die Bewertung.
Du bist krank, müde, dein Magen spinnt und statt dass du sagst „ich brauch Ruhe“, gehst du in Selbsthass.
„Ich hasse mich dafür selber.“
Erschöpfung ist normal. Selbstverurteilung ist die giftige Tollkirsche oben drauf.
Dein Kind erinnert sich später nicht daran, ob du jeden Tag „was Gescheites“ gemacht hast. Es erinnert sich daran, ob das Gefühl der Liebe sicher war.
Dein neuer 2-Minuten-Rahmen auf der Couch
Sag laut: „Heute ist ein Couch-Tag. Mein Körper braucht Ruhe, ich hab Bauchweh. Ich kümmer mich um mich und das ist nicht gegen dich.“
Dann gib eine Mini-Verbindung, die du gut halten und ehrlich geben kannst: 10 Minuten Nähe, gemeinsam eingekuschelt ein Buch anschauen, ein Lied anhören.
Verbindung ist nicht Action. Verbindung ist: „Ich bin da.“
Der größere Zusammenhang ist hier:
Über allem steht Schuld: warum dich Muttersein so fertig macht.
Audio: Stern der Freude
Wenn du das Gefühl hast, zeitweise nur stumpf zu funktionieren und dich dabei ein Stück weit selbst zu verlieren: diese Körperreise weckt deine Freude wieder auf – ohne Druck.