Wenn dein Kind auch feinfühlig ist, merkst du es oft schneller als alle anderen.
Dieses „zu laut“, „zu viel“, „zu schnell“, dieses plötzliche Kippen der Laune, Geduld und Stimmung, obwohl davor alles gut war.
Und gleichzeitig kommt ein Satz hoch, den du vielleicht selbst als Kind gehört hast:
„Jetzt übertreib halt nicht immer gleich.“, „Du führst dich aber auf!“
Du wirst es wahrscheinlich anders machen. Nicht, weil du perfekt bist (keine Mama ist das).
Sondern weil du verstanden hast, wie sich „nicht gesehen sein“ anfühlt.
Und genau da liegt dein riesiger Vorteil (und das wertvollste Geschenk für dein Kind): Du glaubst deinem Kind.
Dein Kind muss nicht erst laut werden, um ernst genommen zu werden.
Der Vorteil: du erkennst die feinen Signale
Du merkst Überreizung früher. Du merkst Bedürfniswechsel früher. Du merkst, wenn etwas „nicht passt“.
Das ist keine Schwäche, das ist Führung, weil du eben nicht wartest, bis es eskaliert.
„Meine Wahrnehmung stimmt.“ Und das ist eine der wichtigsten Grundlagen für Selbstvertrauen.
Die Herausforderung: es triggert dich, weil du dich selbst erkennst
Manchmal ist es nicht „nur“ das Kind.
Manchmal ist es dein eigenes früheres Ich, das in dir aufschreit:
„Warum hat mich damals niemand so gehalten/mich so angesehen/mir so Zeit gelassen?“
Und dann wird’s emotional groß – nicht weil du falsch bist, sondern weil etwas Heilung sucht.
Dein Trigger ist kein Beweis, dass du’s nicht kannst oder die Kinderbegleitung vergeigst oder nicht dafür geeignet wärst. Er ist ein Hinweis, wo du dich selbst noch mehr halten und in die Führung bringen darfst.
Co-Regulation ohne Selbstverlust
Wie dein inneres Kind groß wird mit dem Gefühl: setz zuerst deinen eigenen Rahmen.
Füße spüren. Ausatmen. Hand kurz aufs Herz oder auf den Bauch.
Dann erst zum Kind.
Sag nicht zehn Sätze, du brauchst keine Litanei. Sag einfach:
„Ich bin da. Und wir werden jetzt langsam/ruhig/gemütlich.“
Du musst nicht alles lösen. Du musst nur der sichere Boden sein.
Wenn du dein eigenes System klären willst, damit du nicht alles aufschnappst, was dein Kind grad emotional beschäftigt:
Gerade als feinfühlige Mama „pickt“ (=tirolerisch für „klebt“) so viel an dir: Erwartungen, Meinungen, Schuld, Druck.
Und dann weißt du manchmal nicht mehr, was eigentlich deins ist.
Wenn du dich wieder eindeutig spüren willst, ohne den ganzen mentalen Schmierfilm:
eine klare Körperreise hilft oft schneller als der nächste gescheide Ratgeber.
Wenn du einen weiteren Beitrag zu diesem sensiblen Thema dazu lesen willst:
Hochsensibel als Mama: Geschenk oder Stolperstein?
Audio: Aura-Reinigung
Eine tiefgehende Körperreise, die klärt, was nicht zu dir gehört – damit du dich wieder unverfälscht spürst.
Gerade dann, wenn du als Mama so viel begleitest & trägst.